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DisplayLink unter Debian 13 – upgradesichere Einrichtung (Targus QV4K)

DisplayLink unter Debian 13 – upgradesichere Einrichtung (Targus QV4K)

Anleitung für Debian 13 (Trixie), GNOME, Intel-Grafik und DisplayLink-Docks wie die Targus USB-C Universal Quad 4K (QV4K, DOCK570USZ). Grundlage ist ein angepasster Fork des Projekts displaylink-debian, der Kernel-Upgrades abgesichert.

Hintergrund

Distribution

  • dauerhafte Installation des Meta-Pakets linux-headers-amd64 (Debian amd64), damit künftige Kernel-Upgrades passende Headers mitbringen;
  • einen Kernel-Upgrade-Guard: laufender und neuester installierter Kernel werden geprüft, fehlende Headers nachinstalliert, dkms autoinstall -k <Kernel> ausgeführt und das fertige Modul mit modinfo -k <Kernel> evdi verifiziert – bei Fehler bricht das Skript mit "do not reboot" ab;
  • einen Reparaturmodus ohne Treiber-Neuinstallation und ohne Synaptics-Netzzugriff;
  • persistenten APT-Hook (siehe unten).

Installation (einmalig)

git clone https://git.corestream.ch/corestream/displaylink-evdi-guard.git
cd displaylink-evdi-guard
sudo ./install.sh

Der Installer stellt linux-headers-amd64 sicher, persistiert Guard + APT-Hook und validiert laufenden und neuesten installierten Kernel. Bei fehlendem EVDI-Modul bricht er mit klarer Meldung ab.

Hinweis: Secure Boot erfordert entweder Deaktivierung oder MOK-Signierung (siehe docs/self-signing-modules.md). Neuere Treiberversionen bieten MOK-Enrollment während der Installation.

APT-Upgrade-Integration

Der erste Lauf persistiert zwei Dateien:

  • /usr/local/sbin/displaylink-evdi-apt-guard – prüft nach jeder DPKG-Transaktion laufenden und neuesten installierten Kernel, baut EVDI bei Bedarf via dkms autoinstall -k <Kernel> und verifiziert mit modinfo;
  • /etc/apt/apt.conf.d/99displaylink-evdi-guard – registriert den Guard als DPkg::Post-Invoke.

Der Hook ruft selbst niemals APT auf (keine Lock-Rekursion). Schlägt der EVDI-Bau fehl, schlägt die apt-Transaktion sichtbar fehl und warnt vor dem Neustart in einen ungeprüften Kernel.

Reparatur ohne Neuinstallation

Installiert nur linux-headers-amd64, falls fehlend, persistiert den Hook und validiert beide Kernel. Funktioniert auch per SSH ohne aktive grafische Sitzung.

Verifikation nach Upgrade

dkms status

Erwartet (Beispiel nach Upgrade 6.12.111 → 6.12.113):

evdi/1.15.1, 6.12.111+deb13-amd64, x86_64: installed
evdi/1.15.1, 6.12.113+deb13-amd64, x86_64: installed

Guard manuell testen:

sudo /usr/local/sbin/displaylink-evdi-apt-guard

Targus QV4K – Betriebshinweise

  • 4× 4K über zwei DisplayLink-Chips: für Büro/Code/Dashboards ideal; parallel Video auf allen vier Displays ist kompressionsbedingt spürbar weicher.
  • Möglichst einen Monitor nativ anschliessen (Laptop-HDMI oder DP-Alt-Mode-USB-C-Adapter ohne DisplayLink) – nativstes Bild und geringere CPU-Last.
  • Pre-Boot (BIOS/GRUB/LUKS) ist über DisplayLink-Ausgänge technisch nicht darstellbar; USB-Tastatur funktioniert, weil UEFI HID nativ versteht. Für einen externen Boot-Bildschirm einen nativen Ausgang verwenden.
  • Nach dem Entsperren übernimmt die QV4K alle vier 4K-Monitore.

Repository

Eigenes Projekt (frische Historie, ausschliesslich eigener Code):

  • https://git.corestream.ch/corestream/displaylink-evdi-guard (öffentlich lesbar)
  • Dateien: install.sh, resources/displaylink-evdi-apt-guard, resources/99displaylink-evdi-guard, tests/, LICENSE (GPLv3), NOTICE.md (Upstream-Anerkennung)
  • Installation:
git clone https://git.corestream.ch/corestream/displaylink-evdi-guard.git
cd displaylink-evdi-guard
sudo ./install.sh

install.sh installiert linux-headers-amd64, persistiert Guard + APT-Hook und validiert laufenden und neuesten installierten Kernel.

Upstream